Spielberichte

1. Spieltag: SV Remagen – SV Gering-Kollig 2:1 (1:1)

Mit einem verdienten 2:1-Heimsieg gegen den Topfavoriten der Kreisliga A, den SV Gering, sorgte die Mannschaft von Spielertrainer Tarik Mazih gleich am 1. Spieltag für eine Überraschung. Dabei waren die Vorzeichen alles andere als günstig. So fehlten mit Mannschaftskapitän Murat Ala, Mario Müller, Turgut Levent, Oliver Diefenbach, Seydou Traore und Benedict Humpert gleich ein halbes Dutzend Spieler und die Mannschaft stellte sich quasi von alleine auf. Aber alle aufgebotenen Akteure setzten die von Mazih vorgegebene Marschroute perfekt um. Aggressives Pressing unterband in vielen Situationen bereits frühzeitig den Spielaufbau der Gäste und zwang den Gegner zu vielen langen Bällen, die sichere Beute der aufmerksamen Viererkette wurden. Remagen selbst setzte auf schnelles Umschaltspiel, wodurch auch das 1:0 in der 16. Minute fiel. Balleroberung im Mittelfeld, ein herrlicher Diagonalpass von Mehmet Zengin auf den startenden Lokman Ünal, der den Ball nach perfekter Ballannahme trocken im kurzen Eck versenkte. Gering zeigte sich beeindruckt und kam auch in der Folgezeit nicht mit der Spielweise Remagens zurecht. Stattdessen ergab sich für den aufgerückten Sebastian Gottschalk nach einer Ecke die Möglichkeit zum 2:0, allerdings verfehlte sein Kopfball knapp den gegnerischen Kasten. Mit dem Halbzeitpfiff dann aus dem Nichts der überraschende und unverdiente Ausgleich, der zu allem Überfluss auch noch aus klarer Abseitsposition erzielt wurde. Aber auch hiervon ließen sich die Jungs nicht beeindrucken, nutzen die Halbzeitpause um sich zu sammeln und bestimmten auch die 2. Spielhälfte. Einen perfekt vorgetragenen Spielzug vollendete Zengin nach Flanke des ständigen Unruheherds Lokman Ünal zur erneuten Führung (62.). Abgeklärt und für die doch sehr junge Mannschaft überraschend souverän wurde auch in der restlichen Spielzeit der Gegner vom eigenen Gehäuse fern gehalten, ehe der verdiente Sieg unter Dach und Fach war.

Fazit: Eine geschlossene Mannschaftsleistung, bei der jeder für den anderen arbeitete und kämpfte und gemeinsam die taktischen Vorgaben perfekt umgesetzt wurden. So konnte auch gegen eins auf dem Papier sicherlich besser aufgestelltes Team trotz diverser Umstellungen ein gelungener Saisonauftakt gefeiert werden.

Es spielten: Dominik Stahl, Sebastian Gottschalk, Rasouk Daoud, Nils Meyer, Jasser Bayyari (88. Patric Starosta), Mustafa Apaydin, Pierre Filla (89. Ouassim Ouaki), Tarik Mazih, Mehmet Zengin (67. Ivo Kramar), Lokman Ünal, Milkan Sargin

2. Spieltag: SG Wehr – SV Remagen 1:1 (1:1)

Mit Fußball hatte das, was am Sonntagnachmittag in Wehr zu sehen war, fast nichts zu tun. Sintflutartige Regenfälle sorgten nach neun Spielminuten für eine fast halbstündige Unterbrechung, ehe Schiedsrichter Ingo Böder die Teams zur Fortsetzung bat. Die extremen Platzverhältnisse kamen den sicherlich spielerisch unterlegenen Gastgebern entgegen, da dadurch andere Qualitäten als der vom SVR bevorzugte Kombinationsfußball gefragt waren. Und genau so verlief die Begegnung dann auch. Ausschließlich Kampf und lange Bälle waren angesagt, an durchdachte und planmäßige Spielzüge war auf dem aufgeweichten Platz leider nicht zu denken. Nach gut einer halben Stunde nutzten die Gastgeber (bezeichnenderweise nach einem Freistoß) eine missglückte Remagener Abseitsfalle zum 1:0, dem jedoch fünf Minuten später zum Glück der schnelle Ausgleich durch Oli Diefenbach folgte. Mit diesem Remis ging es in die Halbzeit. Auch nach dem Seitenwechsel wurde aufgrund der vielen Pfützen und Wasserlachen ausschließlich gebolzt und nach gut einer Stunde setzte erneuter Regen ein. Die Spielfeldmarkierungen waren kaum mehr zu erkennen und alles, was auf dem Platz stattfand, war mehr oder weniger dem Zufall überlassen. Trotzdem wurde weiter „Wasserball“ gespielt und der SVR hatte noch ein paar wenige gute Torgelegenheiten, allerdings standen einmal Pfosten, einmal Latte und eine Glanzparade des Wehrer Torwarts dem Siegtreffer im Weg. So blieb es bei der Punkteteilung in einer Partie, in der leider die äußeren Bedingungen die Remagener Spielstärke hinwegspülten und sich die Jungs von Tarik Mazih mit einem Punkt zufrieden geben mussten.

3. Spieltag: SV Remagen – SG Hönningen 6:0 (3:0)

Vom Anpfiff weg zeigten die Jungs um Spielertrainer Tarik Mazih, welchen Verlauf die Begegnung gegen die SG Hönningen nehmen sollte. Keine zwanzig Sekunden waren gespielt, da zappelte der Ball zum ersten Mal im gegnerischen Gehäuse. Ein schneller Ballgewinn in des Gegners Hälfte, ein Pass zu Oli Diefenbach, dieser fackelte nicht lange und sein platzierter Schuss aus 17m schlug im Tor der Gäste ein. Und so ging es weiter. Permanent wurde der ballführende Spieler attackiert und zum Fehler bzw. langen Ball gezwungen. In der 6. Spielminute schlug Diefenbach erneut zu, in dem er eine Hereingabe von Lokman Ünal perfekt verwertete. Nach diesen intensiven Anfangsminuten nahm der SVR zunächst etwas Tempo aus dem Spiel, ohne den Gegner jedoch zur Entfaltung kommen zu lassen. Immer wieder wurden dann im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs Nadelstiche gesetzt und die SG Hönningen konnte sich beim Pfosten und ihrem Torwart und seinen Paraden bedanken, dass es bis zur 44. Minute dauerte, ehe Mehmet Zengin einen abgefälschten Torschuss seines Coaches über die Linie drückte und für das 3:0 sorgte. Auch nach dem Seitenwechsel gab es für die Zuschauer weiterhin Einbahnstraßenfußball zu sehen. Dabei wirkten sich auch die drei Spielerwechsel im Laufe des Spiels keinesfalls negativ aus, die Mannschaft spielte nach wie vor wie aus einem Guss und ließ Ball und Gegner gekonnt laufen. Lokman Ünal (2) und Murat Ala erzielten die Treffer zu dem auch in dieser Höhe verdienten 6:0-Endstand.

Fazit: Auch im zweiten Heimspiel zeigte die junge und neuformierte Mannschaft tollen Offensivfussball. Die Zuschauer waren sich einig, lange Zeit nicht mehr eine solch homogene und spielstarke Mannschaft des SVR gesehen zu haben und die dargebotene Leistung lässt auf eine erfolgreiche Saison hoffen.

Es spielten: Dominik Stahl, Sebastian Gottschalk, Rasouk Daoud, Nils Meyer (60. Mario Müller), Jasser Bayyari (46. Pierre Filla), Mustafa Apaydin, Milkan Sargin (58. Murat Ala), Mehmet Zengin, Oli Diefenbach, Lokman Ünal, Tarik Mazih

4.Spieltag: Grafschafter SV – SV Remagen 1:4 (0:2)

4:1 – so lautete der hochverdiente Endstand beim Auswärtsspiel in Vettelhoven. Dabei hätte der Sieg bei konsequenter Chancenverwertung noch deutlich höher ausfallen können, denn insgesamt sechs (!) sog. hundertprozentige Torgelegenheiten ließen die Schützlinge von Tarik Mazih im Laufe der Begegnung aus. Allein an diesen Zahlen lässt sich die Überlegenheit des SVR erkennen. Im Stile einer Heimmannschaft wurden die Gastgeber von Beginn an attackiert und unter Druck gesetzt. Viele schnelle Ballgewinne waren die Folge und es dauerte nur bis zur 8. Spielminute, ehe Mazih seine Farben gekonnt in Führung schoss. Nachdem zuvor drei Schussversuche im Strafraum abgeblockt wurden, landete der Ball bei Mazih, der einmal kurz schaute und mit einem platzierten Schlenzer in den linken Torwinkel für die frühe Führung sorgte. Fünf Minuten später erhöhte Oli Diefenbach auf 2:0. Angriff auf Angriff rollte in der Folgezeit auf den Kasten des GSV zu, allerdings wurden die sich bietenden Gelegenheiten, wie bereits eingangs erwähnt, nicht genutzt, sonst wäre die Begegnung bereits zur Halbzeit endgültig entschieden gewesen. Stattdessen schlich sich in den letzten zehn Minuten vor der Pause die ein oder andere Unkonzentriertheit auf Remagener Seite ein, so dass die Gastgeber etwas besser ins Spiel fanden, ohne jedoch für echte Torgefahr sorgen zu können. Die mahnenden Worte des Trainers in der Kabine zeigten Wirkung, denn nach Wiederbeginn zeigte sich das Team wieder hellwach und Murat Ala sorgte mit dem 3:0 in der 49. Spielminute für die endgültige Entscheidung. Nach gut einer Stunde kam Turgut Levent für Lokman Ünal ins Spiel, der aufgrund muskulärer Probleme nicht mehr weiter machen konnte. Levent fügte sich sofort ins Spiel ein und ihm gelang keine fünf Minuten nach seiner Einwechslung das 4:0, zugleich sein erster Treffer in der Kreisliga A. Zwei weitere Wechsel folgten. Mario Müller und Pierre Filla ersetzten Tarik Mazih und Oli Diefenbach. In den letzten zwanzig Minuten beschränkte sich die Mannschaft dann überwiegend auf die Verwaltung des Vorsprungs, vergab noch einige „Hochkaräter“ und aussichtsreiche Kontermöglichkeiten und kassierte in der 78. Minute zu allem Überfluss nach einer auf den kurzen Pfosten geschlagenen Ecke per Kopf den Ehrentreffer der nie aufsteckenden Grafschafter. Der ansonsten fast beschäftigungslose Torhüter Dominik Stahl war in dieser Szene chancenlos, zeigte aber kurz vor Abpfiff dann noch sein ganzes Können, als er einen toll getretenen Freistoß per Glanzparade aus dem Winkel kratzte. So blieb es beim hochverdienten 4:1- Auswärtssieg.

Die Torschützen der Partie:

Fazit: Eine erneut homogene und geschlossene Mannschaftsleistung führte zum dritten Sieg. Mit nunmehr zehn Punkten aus vier Partien kann man von einem rundum gelungenen Saisonstart sprechen. Am nächsten Sonntag (Anstoß 14:30 Uhr) bietet sich der Mannschaft im Heimspiel gegen Aufsteiger TuS Kottenheim die Möglichkeit, diese Serie weiter auszubauen, ehe es dann zum vermeintlichen Spitzenspiel zum Tabellenführer nach Adenau geht (Sonntag, 28.09.).

Szenen der Partie:

5. Spieltag: SV Remagen – TuS Kottenheim: 0:1 (0:0)

Viel investiert und versucht, aber nichts Zählbares ist dabei raus gekommen – so das Fazit nach zähen neunzig Minuten. Vom Anpfiff weg war die Marschrichtung beider Teams zu erkennen. Die Gäste zogen sich mit allen Spielern in die eigene Hälfte zurück, während die Mannschaft rund um Spielertrainer Tarik Mazih auf ein schnelles Tor drängte, um das Abwehrbollwerk zu lockern. Fast wäre dies auch nach vier Spielminuten gelungen, als Mazih nach schöner Einzelleistung frei vor dem Gästetor auftauchte, den Ball jedoch aus knapp zehn Metern neben das Gehäuse der Kottenheimer setzte. Dies sollte aber für lange Zeit die einzig nennenswerte Gelegenheit bleiben. Taktisch sehr diszipliniert machte Kottenheim die Räume eng und ließ den Remagener Akteuren wenig Raum für ihr sonst so erfolgreiches Passspiel. Eigene Offensivaktionen der Gäste hatten absoluten Seltenheitswert, lediglich ein Freistoß sorgte kurz vor dem Seitenwechsel für Gefahr. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielverlauf zunächst nichts. Kottenheim überließ dem SVR das Spiel und lauerte geduldig auf Konter. Und diese Taktik ging auf, wenn auch unter großzügiger Mithilfe des schwachen Schiedsrichters. Gut eine Stunde war gespielt, als Maximilian Franzen aus klarer Abseitsposition alleine auf Schlussmann Dominik Stahl zulief und das Geschenk dankend annahm. Dabei mussten selbst die Gäste über den ausgebliebenen Pfiff schmunzeln, denn es handelte sich nicht um eine cm-Entscheidung, sondern für alle sichtbar um 2-3m! Dieser Treffer spielte den Gästen natürlich perfekt in die Karten. Remagen erhöhte bei seinen zunehmend ungeduldigeren Versuchen, den Ausgleich zu erzielen, das Risiko. Hierdurch ergaben sich vermehrt Gelegenheiten zu Kontern, die jedoch nicht genutzt wurden. So blieb es bis zum Schlusspfiff spannend, allerdings gelang die erhoffte Wende im Spiel nicht mehr, so dass unterm Strich eine unglückliche Niederlage zu Buche stand.

Fazit: Irgendwie fehlte es den Remagener Bemühungen in dieser Begegnung an Präzision und Kreativität. Gegen den sehr gut organisierten und disziplinierten Gegner tat sich die Mannschaft sehr schwer und bei den wenigen sich bietenden Gelegenheiten ließ sie die notwendige Kaltschnäuzigkeit und Entschlossenheit vermissen. Leider sorgte die krasse Fehlentscheidung des Schiedsrichters dann auch noch für die erste Saisonniederlage in einer Partie, die ansonsten mit großer Wahrscheinlichkeit torlos zu Ende gegangen wäre.

6. Spieltag: SG Hocheifel Leimbach – SV Remagen 1:1 (0:0)

Als rundum gelungen kann man den Ausflug nach Adenau am vergangenen Sonntag bezeichnen. In einem sehr guten A-Klassenspiel zweier gleichwertiger Mannschaften erkämpfte sich die 1. Mannschaft bei bestem Fußballwetter einen hochverdienten Punkt auf dem Adenauer Rasenplatz, wo es in der Vergangenheit für den SVR selten etwas zu feiern.

Dabei galt es vor Spielbeginn für Trainer Tarik Mazih zum einen, die unglückliche Heimniederlage vom letzten Spieltag aus den Köpfen seiner Spieler zu bekommen und zum andern musste er seine Viererkette gleich auf zwei Positionen ändern. Anstelle des rot-gesperrten Rasouk Daoud agierte Mustafa Apaydin als Innenverteidiger und Turgut Levent übernahm den Part von Jasser Bayyari auf der rechten Abwehrseite. Beide machten ihre Sache gut und von Beginn an sahen die zahlreichen Zuschauer ein Spiel zweier technisch guter und spielstarker Mannschaften.

Die ersten zehn Minuten hatte der SVR ein leichtes Übergewicht, ehe die Gastgeber zunehmend das Kommando übernahmen. Remagen attackierte, anders als in den bisherigen Partien der Saison,  bewusst nicht so früh, lauerte auf Konter und überließ den Adenauern das Spiel. Gut gestaffelt und taktisch diszipliniert gelang es der Mannschaft, über weite Strecken der ersten Hälfte echte Torgefahr zu verhindern und ihrerseits gelegentlich über Konter Nadelstiche zu setzen. Hieraus resultierte auch die klarste Torchance in Halbzeit eins, als zunächst Sebastian Gottschalk per Kopf an der Latte scheiterte und der Nachschuss von Mazih auf der Linie geklärt wurde. Auch bei einem abgefälschten Schuss von Lokman Ünal hatten einige schon den Torschrei auf den Lippen. Meist spielte sich das Geschehen jedoch in der Remagener Hälfte ab, wo der Tabellenführer über die schnellen Außen ein ums andere Mal gefährlich vor das von Dominik Stahl gehütete Tor kam. Da der Torabschluss jedoch stets zu unplatziert war, musste dieser nur einmal tatsächlich eingreifen, als er einen Schuss aus kürzester Distanz abwehren konnte. Auch die meist sehr gefährlich getretenen Freistöße von Tobias Weiler sorgten zweimal für brenzlige Situationen, letztendlich konnte die von Sebastian Gottschalk gut organisierte Abwehr jedoch stets klären. In den letzten zehn Minuten vor der Pause ging die Ordnung in der Defensive dann ein wenig verloren und der Führungstreffer für Adenau lag in der Luft. Aber mit Einsatz und ein wenig Glück rettete Remagen nach spannenden 45 Minuten das torlose Remis in die Kabine.

In der zweiten Halbzeit agierte Remagen dann etwas offensiver und die Spielanteile glichen sich aus. Adenau gelang es nicht mehr, sich in der Remagener Hälfte festzusetzen, blieb allerdings immer gefährlich. Zunächst hatte jedoch der SVR gleich zweimal die große Chance zur Führung. Bei einem Konter in der 56. Minute sprang Lokman Ünal jedoch der Ball etwas zu weit vom Fuß, so dass der herausstürzende Torwart gerade noch klären konnte. Wenig später parierte der Adenauer Schlussmann einen Schuss aufs kurze Eck von Tarik Mazih prächtig. Nach gut einer Stunde fiel dann das 1:0 für die Gastgeber. Ein perfekt vorgetragener Angriff über die rechte Seite, Flanke an den zweiten Pfosten, wo Mittelstürmer Tom Wolff (der ansonsten blass blieb) lauerte und den Ball per Kopf aus kürzester Distanz über die Linie drückte. Aber Remagen zeigte sich keineswegs geschockt und konnte kurze Zeit später durch Kapitän Murat Ala, der sich einen der wenigen Fehlpässe der Adenauer Innenverteidigung erlief und sich anschließend im Zweikampf energisch durchsetzte, ausgleichen.

In der Schlussviertelstunde versuchten beide Teams noch den Siegtreffer zu erzielen, es blieb jedoch beim leistungsgerechten Unentschieden. So gelang es dem SVR, den Gastgebern die ersten Punkte der Saison zu „klauen“ und man machte sich gutgelaunt auf den Heimweg.

Fazit: Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung entführte das Team bei der sicherlich stärksten Mannschaft der Kreisliga A völlig verdient einen Punkt und zeigte, dass sie bei konzentrierter und disziplinierter Spielweise mit jedem Gegner in der Kreisliga mithalten kann.

7. Spieltag: SV Remagen – SG Eintracht Mendig/Bell 9:0 (5:0)

Gegen eine hoffnungslos unterlegene Mendiger Mannschaft feierte das Team von Tarik Mazih am Sonntag einen 9:0-Kantersieg. Nachdem die ersatzgeschwächten Gäste in der Anfangsviertelstunde noch einigermaßen dagegen halten konnten, erzielte Mehmet Zengin in der 16. Spielminute das 1:0. Von da an lief das Angriffsspiel gegen die bedauernswerten Gäste auf Hochtouren und in regelmäßigen Abständen wurde das Ergebnis bis zum Pausenpfiff auf 5:0 hochgeschraubt. Lokman Ünal (2), Murat Ala und Mazih zeichneten für die zum Teil toll herausgespielten Treffer verantwortlich. Auch wenn die Mannschaft nach dem Seitenwechsel angesichts des Spielstandes etwas Tempo herausnahm, zeigte sie immer wieder schöne Spielzüge und ließ vier weitere Tore folgen. Oli Diefenbach (2), Mario Müller und Sebastian Gottschalk konnten sich in die Torschützenliste eintragen, ehe der gute Schiedsrichter Thomas Wester die Begegnung nach neunzig Minuten Einbahnstraßenfußball beendete.

Die Torschützen:

8. Spieltag: TuS Hausen – SV Remagen 0:5 (0:0)

Mit einem nie gefährdeten 5:0 gegen den gastgebenden TuS Hausen endete die Partie am späten Sonntagnachmittag. Nachdem der bedauernswerte Gegner (Absteiger aus der Bezirksliga und punktlos bereits wieder Tabellenletzter) dieses Mal zumindest 11 Spieler auf das Feld schicken konnte (in der Vorwoche fanden lediglich zehn Akteure den Weg zum Spiel nach Westum), sahen die wenigen Zuschauer bei Dauerregen eine Begegnung, die eher Trainingscharakter besaß. Die Gastgeber igelten sich mit zehn Spielern vor dem eigenen Sechzehner ein, droschen jeden erkämpften Ball einfach weg und zeigten keinerlei Ambitionen, auch nur in die Nähe des Remagener Tores zu gelangen. Remagen versuchte seinerseits mehr oder weniger geduldig, irgendwie eine Lücke in der vielbeinigen Abwehr zu finden. Dies gelang dann erstmals Spielertrainer Tarik Mazih, der in der 13. Minute mit einem „Tor des Monats“ traf, in dem er einen Freistoß aus 16 m unhaltbar in den rechten Winkel schlenzte. Den zweiten Treffer vor der Pause erzielte Lokman Ünal, der ein feines Zuspiel seines Trainers gekonnt per Hacke verwertete. Auch nach dem Seitenwechsel beschränkte sich Hausen bis auf eine Szene, bei der um ein Haar der Ehrentreffer gefallen wäre, darauf, die Niederlage in Grenzen zu halten. Drei weitere Tore konnten sie jedoch nicht verhindern. Lokman Ünal, Turgut Levent und Mehmet Zengin sorgten mit ihren Treffern für den standesgemäßen Auswärtssieg. Durch diesen Erfolg kletterte die Mannschaft auf den dritten Tabellenplatz und hat nur noch drei Punkte Rückstand auf den Tabellenführer aus Leimbach. Nächster Gegner ist am kommenden Sonntag (Anstoß 14:30 Uhr) die Zweitvertretung des TuS Mayen.

9. Spieltag: SV Remagen – TuS Mayen II: 11:0 (5:0)

Wer derzeit eine Begegnung unsere 1. Mannschaft besucht, bekommt „Tore satt“ zu sehen. Dies liegt zum einen an der Spielfreude und guten Form unseres Teams, allerdings auch an den desolaten Darbietungen der letzten drei Gegner, wodurch die erzielten Kantersiege nicht über zu bewerten sind.

So war beim Blick auf die Aufstellung der Zweitvertretung des TuS Mayen bereits zu erkennen, dass es bei konzentrierter Leistung nur einen Sieger in der gestrigen Partie geben kann. Die Weichen in Richtung Kantersieg stellte Lokman Ünal schon in der 1. Minute, als er mit einem fulminanten Distanzschuss dem Gästekeeper keine Chance ließ. Fortan spielte, wie nicht anders zu erwarten, nur eine Mannschaft, während sich die bedauernswerten Gäste mehr oder wenig verzweifelt versuchten zu wehren. Dies gelang ihnen allerdings kaum und so fielen in dem extrem einseitigen Spiel, in dem Remagen wenig Mitleid mit dem Gegner hatte, aber auch nicht versuchte, diesen lächerlich zu machen sondern konzentriert bis zum Abpfiff weiterspielte, noch zehn weitere Tore durch Oli Diefenbach (3), Mehmet Zengin (3), Tarik Mazih (2), Musti Apaydin und abermals Lokman Ünal.

10. Spieltag: Spfr. Miesenheim – SV Remagen 2:3 (1:1) 

Deutlicher als es das Ergebnis aussagt, waren die Kräfteverhältnisse am späten Samstagnachmittag in Miesenheim verteilt. Mit einem hochverdienten 3:2-Sieg setzte die 1. Mannschaft ihren „Lauf“ fort und kletterte dadurch auf Platz zwei der Tabelle.

Von Beginn an übernahmen die Spieler rund um Tarik Mazih die Kontrolle über die Begegnung, wobei das Kombinationsspiel auf dem extrem rutschigen Rasenplatz und den damit verbundenen Standschwierigkeiten immer wieder ins Stocken geriet und einige erfolgversprechende Angriffe nicht zu Ende gespielt werden konnten. Allerdings kontrollierte man das Geschehen soweit, dass die torgefährlichen Offensivspieler der Gastgeber zunächst bis auf eine einzige Szene, in der Dominik Stahl seine ganze Klasse zeigte, völlig aus dem Spiel genommen waren und man selbst immer wieder gefährlich vor dem gegnerischen Gehäuse auftauchte. Nachdem der starke Torwart der Miesenheimer einige Male reaktionsschnell seine Mannschaft vor dem Rückstand bewahrt hatte, war er in der 35. Minute machtlos, als Mehmet Zengin alleine vor ihm auftauchte und zur 1:0-Führung einschob. Leider ließ in den folgenden Minuten bis zur Pause etwas die Konzentration nach und Miesenheim traf mit seiner zweiten Torchance kurz vor dem Pausenpfiff zum überraschenden Ausgleich. Hiervon unbeeindruckt kam die Mannschaft aus der Kabine und hatte auch in Halbzeit zwei ein spielerisches Übergewicht und ein deutliches Chancenplus. Es dauerte jedoch bis zur 73. Minute, ehe Lokman Ünal, von seinem Spielertrainer glänzend freigespielt, den vielumjubelten Führungstreffer erzielte. Fünf Minuten später sorgte dann Mannschaftskapitän Murat Ala, ebenfalls von Mazih in Szene gesetzt, für die Entscheidung und überwand den Miesenheimer Schlussmann zum 3:1. Der Anschlusstreffer der nie aufsteckenden Gastgeber fiel erst in der letzten Minute der Nachspielzeit und brachte daher den verdienten Auswärtssieg nicht mehr in Gefahr.

Fazit: Auch wenn die Mannschaft sicherlich spielerisch nicht ihre beste Leistung zeigte, hatte sie den Tabellenvierten dank einer über weite Strecken konzentrierten und kämpferisch überzeugenden Vorstellung jederzeit im Griff und sicherte sich auf dem sehr schwer zu bespielenden Hybridrasen einen verdienten Auswärtssieg.

11. Spieltag: SV Remagen – SG Baar 5:1 (1:1)

Ihren Ruf als torgefährlichstes Team der Kreisliga bestätigte die 1. Mannschaft bei ihrem 5:1-Erfolg gegen die SG Baar. Offensiv vom Anpfiff weg – so präsentierte sich der SVR auch in der gestrigen Begegnung und fast hätte Lokman Ünal bereits nach zwanzig Sekunden den Führungstreffer erzielt, rutschte jedoch beim Schussversuch aus kurzer Distanz etwas weg, so dass der gegnerische Schlussmann parieren konnte.

Wie in den vergangenen Wochen auch, übernahmen die Spieler rund um ihren Coach Tarik Mazih sofort die Spielkontrolle und ließen Ball und Gegner laufen. Eine dieser schnellen Kombinationen führte in der 11. Spielminute zum 1:0 durch Mannschaftskapitän Murat Ala. In der Folgezeit konnte die kompakt stehende Mannschaft aus Baar/Herresbach zunächst weitere hochkarätige Torgelegenheiten verhindern und zwang die Remagener Akteure, ihr Glück vermehrt durch Fernschüsse zu versuchen, die jedoch allesamt zu ungenau waren. Eigene Offensivbemühungen der Gäste waren eher selten zu sehen und wurden durch die gut stehende Defensive des SVR frühzeitig unterbunden. Aus heiterem Himmel fiel dann trotzdem kurz vor dem Seitenwechsel der überraschende Ausgleich. Dabei reichte der SG Baar eine gefährliche Standardsituation, um per Kopf das 1:1 zu erzielen. Mit diesem Zwischenstand ging es in die Pause.

Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch kam der SVR aus der Kabine und drängte sofort auf den erneuten Führungstreffer. Es dauerte jedoch bis zur 59. Spielminute, ehe die Bemühungen von Erfolg gekrönt waren. Nachdem fünf Minuten vorher die Pfeife des sehr guten Schiedsrichters Heinz Müller bei einem Tritt gegen Mehmet Zengin im Strafraum noch stumm geblieben war, zeigt er nunmehr auf den Punkt, nachdem erneut Zengin mit unfairen Mitteln an einem platzierten Torabschluss gehindert wurde. Murat Ala scheiterte zunächst mit seinem Elfmeter am gegnerischen Torwart, konnte jedoch den Nachschuss im Tor unterbringen. Hiervon beflügelt setzte Remagen sofort nach und keine fünf Minuten später konnte keiner dem Antritt von Lokman Ünal folgen, der überlegt zum 3:1 vollstreckte. Damit war die Gegenwehr der Gäste endgültig gebrochen. Ala mit seinem dritten Treffer an diesem Tag (73.) und Mehmet Zengin, der den Schlusspunkt in der 89. Minute setzte, sorgten für den letztendlich auch in der Höhe verdienten Sieg.

Es spielten: Dominik Stahl, Nils Meyer, Mustafa Apaydin, Mario Müller, Turgut Levent, Milkan Sargin, Murat Ala, Tarik Mazih, Oli Diefenbach, Mehmet Zengin, Lokman Ünal, Jasser Bayyari, Mirakel Warda

12. Spieltag: DJK Kruft/Kretz – SV Remagen 0:1 (0:0)

Einen durchaus verdienten, aber hart erkämpften 1:0-Arbeitssieg sicherte sich die 1. Mannschaft bei ihrem Auswärtsspiel in Kruft.

Die Vorzeichen für einen Erfolg standen dabei zunächst gar nicht einmal so gut. Neben Sebastian Gottschalk, der berufsbedingt nicht auflaufen konnte, musste auch Rechtsverteidiger Nils Meyer aus Krankheitsgründen kurzfristig passen, sodass die eingespielte Viererkette gleich auf zwei Positionen neu zu besetzen war (Mario Müller und Pierre Filla ersetzten die Fehlenden). Zudem wurde das Spiel kurzerhand vom Rasenplatz auf den benachbarten Aschenplatz verlegt – einen Untergrund, der unserer spielfreudigen und technisch versierten Mannschaft in der Vergangenheit so manches Kopfzerbrechen bereitet hat.

Allen Widrigkeiten zum Trotz agierte das Team von Beginn an druckvoll und überlegen, auch wenn auf dem holprigen und seifigen Aschenplatz längst nicht alles gelang. Die Gastgeber igelten sich ihrerseits tief in der eigenen Hälfte ein, überließen Remagen das Spiel und beschränkten sich fast ausnahmslos auf das Verteidigen ihres Tores.

So bekamen die Zuschauer eine Partei mit vielen Zweikämpfen, aber wenigen Torraumszenen zu sehen. Zwei Hochkaräter spielte der SVR in Halbzeit eins jedoch heraus, beide blieben allerdings ungenutzt. Zunächst verfehlte Tarik Mazih mit seinem schwächeren rechten Fuß knapp das Krufter Tor, wenig später scheiterte Mehmet Zengin aus kurzer Distanz mit einer hundertprozentigen Chance am gegnerischen Torwart.

Spielertrainer Mazih appellierte in der Halbzeitpause an seine Jungs, geduldig und konzentriert weiter zu spielen und auf die richtige Gelegenheit zum Führungstreffer zu warten. Die Möglichkeiten hierzu häuften sich nach Wiederbeginn. Angetrieben von immens fleißigen Kapitän Murat Ala rollte ein Angriffsversuch nach dem anderen Richtung Krufter Strafraum. Doch immer wieder gelang es den einheimischen Spielern, irgendwie ein Körperteil vor den Ball zu bekommen und den Rückstand zu verhindern. In der 67. Minute allerdings fand sich endlich die ersehnte Lücke in der vielbeinigen Abwehr der Gastgeber und Zengin traf aus 10 m zur überfälligen und verdienten Führung. Angestachelt von diesem Rückstand lockerte Kruft in der Folgezeit zumindest etwas die defensive Ausrichtung und versuchte mit langen Bällen und über Standardsituationen zum Ausgleich zu kommen. Allerdings stand die Viererkette mit Turgut Levent, Mario Müller, Mustafa Apaydin und Patric Starosta, der ab der 32. Minute für den verletzten Pierre Filla spielte, in der hektischen Schlussphase sehr sicher und ließ erst in der 90. Minute den ersten gefährlichen Torschuss der Gastgeber zu, den der bis dahin weitestgehend beschäftigungslose Dominik Stahl über die Querlatte lenken konnte. Kurz darauf beendete Schiedsrichter Thomas Lethert die Partie und der sechste Sieg in Folge für den SVR war perfekt.

Fazit: In diesem Spiel musste die Mannschaft zeigen, dass sie nicht nur spielerisch zum Erfolg kommen, sondern auch kämpferisch dagegenhalten und auf einem ungeliebten und schwierig zu bespielendem Geläuf punkten kann. Dies bewies sie eindrucksvoll und bereitet sich nun voller Vorfreude auf das Derby gegen die SG Westum/Löhndorf am kommenden Wochenende vor. Ein Sonderlob verdiente sich in einer homogenen und geschlossenen Mannschaft Kapitän Murat Ala, der unermüdlich für das Team rackerte und fast jeden Angriff inszenierte und Mario Müller, der eine fehlerfreie und souveräne Vorstellung auf ungewohnter Position als Innenverteidiger ablieferte.

13. Spieltag: SV Remagen – SG Westum/L. 4:4 (1:2)

14. Spieltag: SV Gering – SV Remagen 4:0 (3:0)

Vieles läuft in dieser Saison anders und besser als in den Vorjahren, was geblieben ist, ist die alljährliche Ernüchterung nach dem Auswärtsspiel in Gering.

Wie in der Vergangenheit hatte unsere Mannschaft auf der „Elztaler Alm“ auch dieses Mal wenig zu bestellen und musste sich ohne Zählbares wieder auf den Heimweg machen.

Die Ursachen für die zweite Saisonniederlage sind vielschichtig. Trainer Mazih musste durch den kurzfristigen Ausfall von Torwart Dominik Stahl und Innenverteidiger Mustafa Apaydin (beide krank) den Defensivverbund gleich auf zwei Positionen ändern (Feldspieler Pierre Filla hütete aushilfsweise den Kasten, Nils Meyer kehrte in das Team zurück), darüber hinaus präsentierte sich der grundsätzlich schon schwer zu bespielende „Rasenplatz“ in einem desolaten Zustand (aufgeweicht und nicht gemäht), so dass das von Remagener Seite bevorzugte Passspiel überhaupt nicht möglich war. Gefragt waren ausschließlich Tugenden wie Zweikampfstärke und Einsatz, die beim Gastgeber an diesem Abend eindeutig stärker ausgeprägt waren. Unserer Mannschaft merkte man die durch die Umstellungen bedingte Unsicherheit an und sie ließ sich vom Gegner gerade in der ersten Hälfte den Schneid abkaufen. So lag man bereits zur Pause aussichtslos mit 0:3 in Rückstand.

In Durchgang zwei ging es dann ausschließlich um Schadensbegrenzung. Dies gelang dem SVR auch, so dass die Gastgeber in einer jetzt ausgeglichenen Partie nur noch einen weiteren Treffer zum 4:0-Endstand erzielen konnten.

Fazit: Ein „gebrauchter“ Abend, an dem kaum etwas zusammen lief und zu dem auch noch der verletzungsbedingte Ausfall von Spielertrainer Tarik Mazih zu beklagen ist. Nun gilt es für die letzte Begegnung dieses Jahres (Sonntag, 14:30 Uhr in Remagen gegen die SG Wehr) noch einmal alle Kräfte zu bündeln und sich mit einem Sieg in die wohlverdiente Winterpause zu verabschieden.

15.Spieltag: SV Remagen – SG Wehr 3:2 (0:0)

Gerade noch mal gut gegangen – so das Fazit nach nervenaufreibenden neunzig Minuten.

Im letzten Spiel vor der Winterpause hatte unsere 1. Mannschaft Aufsteiger SG Wehr zu Gast, gegen die es im Hinspiel lediglich zu einem Unentschieden gereicht hatte. Dies wollten die Jungs von Spielertrainer Tarik Mazih, der verletzungsbedingt zunächst nicht mitwirkte, unbedingt korrigieren und übernahmen vom Anpfiff weg die Initiative. Bereits nach fünf Minuten hatten alle den Torschrei auf den Lippen, jedoch scheiterte Lokman Ünal aus kurzer Distanz am glänzend reagierenden Schlussmann der Gäste.

In der Folgezeit blieben dann jedoch weitere Großchancen aus, da das Abwehrbollwerk der SG Wehr sicher stand und unserer Mannschaft die letzte Konsequenz und hier und da auch die Ideen fehlten, um den geschickt verteidigenden Gegner in größere Bedrängnis zu bringen. Trotz gefühlter 75% Ballbesitz ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Halbzeit.

Auch nach dem Seitenwechsel spielte sich das Geschehen überwiegend in der Hälfte der SG Wehr ab, während der Remagener Torwart nahezu beschäftigungslos war. Allerdings fehlte den Offensivaktionen nach wie vor häufig das Tempo und die Kreativität, so dass Mazih reagierte und sich in der 55. Minute trotz Verletzung für Milkan Sargin einwechselte. Kurz darauf hätte diese Maßnahme fast direkt zum Erfolg geführt, allerdings traf Zengin auf Zuspiel von Mazih nur den Pfosten. Der direkte Gegenzug führte dann aus heiterem Himmel zur schmeichelhaften Führung der Gäste, die ihren ersten Torschuss eiskalt zum 0:1 nutzten. Remagen reagierte mit wütenden Angriffen, musste jedoch zehn Minuten später den nächsten Nackenschlag verdauen, als Wehr die zweite kleine Unachtsamkeit zum 0:2 verwertete.

Zu diesem Zeitpunkt gab es nur wenige Remagener Anhänger, die noch an eine Wende zum Guten glaubten. Mazih setzte alles auf Offensive und brachte Seydou Traore für Sebastian Gottschalk. Mit dem Mute der Verzweiflung rannte der SVR an und wurde endlich belohnt. Zunächst stand in der 76. Spielminute Oliver Diefenbach goldrichtig und staubte zum Anschlusstreffer ab und sieben Minuten später gelang Mehmet Zengin auf schönes Zuspiel von Traore der Ausgleichstreffer. Aber auch damit wollte sich Remagen nicht zufrieden geben und stürmte weiter. Und tatsächlich traf Diefenbach kurz vor Ende zum vielumjubelten Siegtreffer, als er – glänzend freigespielt – aus 14 m dem frustrierten Keeper der Gäste keine Abwehrchance ließ.

So endete die Begegnung mit einem – gemessen an den Spielanteilen – verdienten, nach dem Spielverlauf aber sicherlich glücklichen 3:2-Sieg.

Mit diesem Erfolg verabschiedet sich die Mannschaft nach einem tollen Halbjahr (10 Siege, 3 Remis, 2 Niederlagen) und der damit verbundenen Platzierung in der Spitzengruppe in die wohlverdiente Winterpause.

16. Spieltag: SG Hönningen – SV Remagen 2:1 (0:1)

Vieles läuft in dieser Saison anders und besser als in den Vorjahren, was geblieben ist, ist die wiederkehrende Ernüchterung nach Auswärtsspielen auf schlecht zu bespielenden Hartplätzen.

Auch beim Nachholspiel in Hönningen verhinderte ein aufgeweichter, matschiger und holpriger Aschenplatz das von unserer Mannschaft bevorzugte Pass- u. Kombinations-spiel. Vielmehr wurde über neunzig Minuten, insbesondere auf Seiten der Gastgeber, ausschließlich der Ball von hinten nach vorne gebolzt und dort gehofft, mit Glück zu Torchancen zu kommen. Unser Team versuchte es zumindest phasenweise einen Spielaufbau hinzubekommen, scheiterte jedoch meist aufgrund der Platzbeschaffenheit nach wenigen Pässen und verlegte sich im Laufe der Begegnung dann auch überwiegend auf lange Bälle. So gab es für die Zuschauer im Grunde genommen über die gesamte Spieldauer gesehen nicht eine herausgespielte Torgelegenheit zu sehen. In Hälfte eins hatte nur der SVR zweimal die Möglichkeit, einen Treffer zu erzielen. In der 42. Minute stand urplötzlich Mehmet Zengin nach einem der unzähligen Querschläger frei vor dem Torhüter der Gastgeber, scheiterte mit seinem Schuss aus 12 Metern jedoch an dessen Glanzparade. Quasi mit dem Halbzeitpfiff erzielte Remagen mit dem 2. Torschuss dann die 1:0-Führung, bezeichnenderweise durch einen direkt verwandelten Freistoß von Tarik Mazih. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich kaum etwas, Hönningen lockerte ein wenig den Defensivverbund, ohne jedoch für echte Torgefahr zu sorgen. Aus heiterem Himmel fiel dann knapp zehn Minuten vor dem Ende durch einen Sonntagsschuss aus spitzem Winkel doch der Ausgleich. Und mit dem Schlusspfiff glückte den Gastgebern durch eine Kopfballverlängerung eines erneut lang und hoch in den Strafraum geschlagenen Freistoßes tatsächlich noch der Siegtreffer, wodurch der „Ausflug“ an die Ahr aus Remagener Sicht endgültig zum Reinfall wurde.

Fazit: Je miserabler der Untergrund, desto schlechter auch die Aussichten, für unsere spielstarke Mannschaft die jeweilige Partie zu dominieren und schlussendlich auch zu gewinnen. In Begegnungen, in denen es ausschließlich über den Kampf etwas zu holen gibt, ist das junge Team noch entwicklungsfähig und musste zum wiederholten Male Lehrgeld bezahlen. Glücklicherweise „sterben“ die Hartplätze zunehmend aus, so dass diese Negativerlebnisse in Zukunft sicherlich die Ausnahme bleiben werden!

17. Spieltag: SVR I – Grafschafter SV 3:1 (1:0)

Im Anschluss daran traf die 1. Mannschaft auf die abstiegsbedrohten Gäste vom Grafschafter SV. Vom Anpfiff an bestimmte Spielertrainer Tarik Mazih mit seinen Jungs das Geschehen und drängten die defensiv ausgerichteten Gäste in deren eigene Hälfte. Schöne Spielzüge und eine Vielzahl an Chancen gab es zu sehen, allerdings verhinderte der gut aufgelegte Schlussmann der Gäste bzw. das Aluminium bereits zur Pause eine deutliche Führung. Lediglich einmal landete der Ball vor dem Seitenwechsel im Netz, nachdem Mazih in der 18. Minute die Lücke in der vielbeinigen Abwehr gefunden hatte. Und fast wäre den offensiv eigentlich kaum stattfindenden Gästen sogar der Ausgleich gelungen, jedoch klatschte der Ball beim einzigen Torschuss des GSV vor der Pause zum Glück an die Latte. Die ersten zehn Minuten nach der Pause gehörten dann überraschend den Gästen, die nun etwas früher den Remagener Spielaufbau störten und die etwas schläfrig wirkende Defensive unter Druck setzten. Allerdings fehlte den Spielern von Jörg Rohleder die Durchschlagskraft, so dass bei den Bemühungen keine zwingende Gelegenheit zum Ausgleich heraussprang. Ab der 60. Minute übernahm der SVR dann wieder eindeutig das Geschehen und nach einer schönen Kombination war erneut Mazih zur Stelle und sorgte mit dem 2:0 für die Vorentscheidung (68.). Keine fünf Minuten später erhöhte Lokman Ünal mit einem strammen Schuss aus 22 m auf 3:0. Weitere Chancen blieben in der Folgezeit ungenutzt, stattdessen gelang den Gästen sechs Minuten vor dem Abpfiff noch der Ehrentreffer. Remagen stand zu diesem Zeitpunkt nur noch mit zehn Akteuren auf dem Platz, nachdem Innenverteidiger Rasouk Daoud in der 80. Minute mit einer stark blutenden Kopfverletzung vom Feld musste und das Auswechselkontingent bereits ausgeschöpft war. Bis zum Abpfiff des souveränen Schiedsrichters Ingo Böder passierte nichts mehr, so dass der verdiente Heimsieg gefeiert werden konnte.