Vermeidbare Niederlage der 2. Mannschaft

Spfr. Koisdorf – SV Remagen II 2:0 (1:0)

Erneut kehrte die 2. Mannschaft ohne Punkte von einem Auswärtsspiel zurück – erneut war dies völlig unnötig.

Während man in den Heimspielen bislang stets überzeugen konnte, gelingt es der Mannschaft auf fremden Plätzen nicht, zum Erfolg zu kommen. In Bestbesetzung angetreten übernahmen die Spieler von Marcel Pax und Kay Rückels von Beginn an zwar auch auf dem sehr holprigen Rasenplatz in Koisdorf die Spielkontrolle, schafften es aber nicht, gegen den robusten Gegner ihre spielerische Überlegenheit in Tore umzumünzen. Immer wieder rannten sich die Spieler fest und verzettelten sich in Zweikämpfe, anstatt Ball und Gegner laufen zu lassen und zu Fehlern zu zwingen. Koisdorf stand tief und agierte fast ausnahmslos mit langen Bällen. Diese wenigen „Entlastungsangriffe“ wurden jedoch konsequent geführt und sorgten jedes Mal für Verunsicherung in Remagens Defensive. Mitte der ersten Halbzeit glückte den Gastgebern prompt aus einer dieser Situationen heraus die nicht unverdiente Führung. Bei zwei weiteren Gelegenheiten reagierte Schlussmann Michael Bey hervorragend, so dass es zur Pause beim knappen Rückstand aus Sicht des SVR blieb.

Auch in Halbzeit zwei änderte sich nichts am Spielgeschehen. Remagen spielte und spielte ohne für Gefahr zu sorgen. Unzählige Flanken segelten in den Koisdorfer Strafraum, ohne jedoch einen Abnehmer zu finden. Zwanzig Minuten vor dem Ende zeigten dann die Gastgeber, wie man aus wenigen Chancen Kapital schlägt. Ein langer Ball auf den zweiten Pfosten, den völlig unbedrängt ein Spieler Ball vors Tor köpft, wo wiederum ein Akteur freistehend keine Mühe hat, aus kurzer Distanz das 2:0 zu erzielen. In der verbleibenden Spielzeit war Remagens Spielern das Bemühen nicht abzusprechen, noch irgendwie etwas Zählbares mitzunehmen. Allerdings schaffte es Koisdorf immer wieder, die Bälle rechtzeitig abzublocken, so dass der Torwart nicht einmal ernsthaft in Gefahr gebracht wurde und es dementsprechend beim 2:0-Sieg blieb.

Fazit: Gegen eine grundsätzlich eigentlich harmlose Koisdorfer Mannschaft gelang es einerseits trotz drückender Überlegenheit in neunzig Minuten nicht, eine richtig hochkarätige Torchance herauszuspielen, andererseits gestattete man den Gastgebern durch Schlafmützigkeit und den ein oder anderen schlampigen Pass immer wieder, gefährlich in Tornähe zu kommen. Dies nutzte Koisdorf in beiden Halbzeiten jeweils einmal konsequent aus und ging dementsprechend verdient als Sieger vom Platz.