Unglückliches Ausscheiden in Runde 1 des Rheinlandpokals

Als Schiedsrichter Mürtz die Begegnung zwischen dem SVR und Bezirksligist SG Sargenroth abpfiff, wussten die Gäste aus dem Hunsrück wohl selbst nicht so genau, warum sie die Partie mit 2:1 gewonnen hatte. Trotz klarer Überlegenheit des SV Remagen, insbesondere in der ersten Halbzeit, standen die Jungs von Tarik Mazih zum Schluss mit leeren Händen da und hatten zu allem Überfluss Lokman Ünal in der Schlussminute noch mit einem unberechtigten Platzverweis verloren.

Aber der Reihe nach. Von Beginn an zeigte Remagen die gefälligere Spielanlage und drängte die favorisierten Gäste in deren Hälfte. Bereits nach fünf Minuten hätte es eigentlich Elfmeter für den SVR geben müssen. Zunächst spielte ein Sargenrother Verteidiger den Ball im Strafraum eindeutig mit der Hand um dann anschließend Jens Werner klar umzureißen. Beide Male blieb die Pfeife des Schiedsrichters zum Entsetzen der Zuschauer jedoch stumm. Der Bezirksligist igelte sich zunehmend ein und beschränkte sich fast ausschließlich auf die Defensive. Leider konnten die durchaus vorhandenen Torchancen auf Seiten des SVR nicht genutzt werden. So stand einmal nach Fallrückzieher von Lokman Ünal die Latte dem Führungstreffer im Weg und immer wieder verhinderten die zahlreichen gegnerischen Abwehrbeine in letzter Sekunde das mehr als verdiente 1:0. So rettete sich Sargenroth mit einem schmeichelhaften 0:0 in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel agierte der SVR nicht mehr ganz so überlegen, hatte die Begegnung jedoch nach wie vor im Griff und irgendwie lag der Führungstreffer immer in der Luft. Von den Gästen ging immer noch kaum Offensivgefahr aus, doch plötzlich führte ein Missverständnis in der Remagener Hintermannschaft dazu, dass ein Stürmer des Gegners nur noch den Ball ins leere Tor schieben musste (73. Minute). Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt und dem SVR blieb nur noch etwas mehr als eine Viertelstunde, um zumindest den Ausgleich zu erzielen. Kurz darauf war Jens Werner auf dem Weg zum 1:1, wurde jedoch vom letzten Mann der Gäste unsanft gestoppt. Die eigentlich fällige rote Karte blieb überraschend aus und die ausgezeichnete Torchance war dahin. In der 85. Minute schien die Entscheidung gefallen, als Sargenroth nach einem verunglückten Abstoß von Schlussmann Dominik Stahl zum 2:0 traf.  Aber Remagen stemmte sich gegen das Pokalaus und erzielte in der 89. Minute durch den aufgerückten Rasouk Daoud den hochverdienten Anschlusstreffer. Allerdings kam es im Anschluss an das Tor zum eingangs bereits geschilderten Platzverweis für Lokman Ünal. Dieser wollte den Ball schnellstmöglich zum Anstoßpunkt bringen und entriss diesen dem gegnerischen Torwart. Dieser ließ sich daraufhin theatralisch fallen, was den Schiedsrichter veranlasste, die rote Karte zu zücken. Nach diesem Aufreger wurde die Begegnung zwar nochmal angepfiffen, die verbleibende Spielzeit von zwei Minuten verlief jedoch ereignislos, so dass die unglückliche Niederlage kurz darauf feststand.

Fazit: Aufgrund einer mangelhaften Chancenauswertung und einigen wenigen Fehlern in der Defensive scheidet die Mannschaft trotz deutlicher Überlegenheit gegen einen höchst effektiven, klassenhöheren Gegner aus. Die gezeigte Leistung macht jedoch Mut für die in zwei Wochen beginnende Meisterschaft. Zunächst steht jedoch am kommenden Samstag die 1. Runde des Kreispokals an, wo man auf die Zweitvertretung der SG Mendig/Bell trifft.