SVR chancenlos in Adenau

SG Hocheifel Adenau – SV Remagen 4:1 (1:1)

Ohne allzu große Hoffnungen machte sich der verbliebene „Rest“ der 1. Mannschaft am Sonntag auf den Weg nach Adenau. Im Vergleich zur Vorwoche fehlten neben den Langzeitverletzten Alex Huhmann, Musti Apaydin, Chris Braß und Jasser Bayyari nochmals fünf Akteure (Mario Müller, Lokman Ünal, Tarek Mazih, Max Harst und Nils Meyer), so dass gerade noch 11 Spieler zur Verfügung standen und mit Kai Krumscheid und Sercan Erdem lediglich zwei Nachwuchsspieler als Ersatz mitfuhren.

Gegen die bekannt spiel- und offensivstarken Gastgeber gab es im Grunde genommen nur die Chance, aus einer möglichst kompakten Defensive über den ein oder anderen Konter zum Erfolg zu kommen. Dieser Plan funktionierte in Halbzeit eins noch einigermaßen. Trotz schneller Führung der SG Hocheifel (8. Minute) hielt man mit der Notelf respektabel dagegen und konnte Mitte der ersten Hälfte bei einem der wenigen Angriffe in Person von Jens Werner den Ausgleich erzielen. Bis zum Halbzeitpfiff blieb es bei dem aus Remagener Sicht glücklichen, aber erfreulichen 1:1.

Nach dem Seitenwechsel dauerte es dann nur drei Minuten, ehe die Gastgeber das vorentscheidende 2:1 erzielten. Im weiteren Verlauf wehrte sich Remagen zwar im Rahmen seiner Möglichkeiten, hatte aber den Offensivaktionen des Gegners nicht mehr allzu viel entgegenzusetzen. Zu allem Überfluss kamen dann auch noch drei weitere Verletzungen hinzu. Zunächst war Trainer Mazih in der 60. Minute zum Wechseln gezwungen. Quoc Viet Vu musste in Folge eines Tritts passen, so dass Sercan Erdem zu seinem ersten Einsatz bei den Senioren kam. Seydou Traore schleppte sich ab Mitte der zweiten Halbzeit mit Knieproblemen übers Feld, hielt aber bis zum Ende der Begegnung durch. Nach einem rüden Foulspiel des Gegners ging es dann für Mannschaftskapitän und Torgarant Jens Werner zehn Minuten vor Schluss nicht mehr weiter. Da außer Kai Krumscheid, der in der 75. Minute Turgut Levent ersetzt hatte, kein weiterer Auswechselspieler mehr zur Verfügung stand, musste die Begegnung letztlich in Unterzahl zu Ende gespielt werden. Dementsprechend chancenlos war man und unterlag schlussendlich mit 1:4.

Fazit: Angesichts der desaströsen Personallage hat man sich bei einer der besten Teams der Kreisliga A noch respektabel verkauft. In der derzeitigen Situation gilt es die Ruhe zu bewahren und darauf zu hoffen, dass die verletzten Akteure langsam wieder zum Kader stoßen. Ehe man jedoch annähernd wieder aus dem Vollen schöpfen kann, wird es noch einige Zeit dauern, in der man sich irgendwie durchschlagen muss und den Mut nicht verlieren darf.