SVR bezwingt den Tabellenführer

SV Remagen – SG Hocheifel 2:1 (0:1)

1.Mannschaft zittert sich zum 2:1-Sieg

Nichts für schwache Nerven war das Spiel des SV Remagen gegen den Ligaprimus aus der Hocheifel. Schlussendlich konnte jedoch ein knapper Erfolg gefeiert werden, wodurch das Aufstiegsrennen nochmals an Spannung gewonnen hat, da die ersten vier Mannschaften der Kreisliga A nur noch fünf Punkte auseinanderliegen.

Die zahlreichen Zuschauer sahen über neunzig Minuten eine größtenteils ausgeglichene Begegnung, in der der SVR zunächst leichte Vorteile hatte. In der Anfangsviertelstunde hatte Lokman Ünal insgesamt dreimal die Möglichkeit zum Führungstreffer, scheiterte jedoch in zwei Situationen am gut reagierenden Schlussmann der Gäste und einmal sprang ihm der Ball zu weit vom Fuß. In Spielminute zwölf gab es dann den ersten richtigen Aufreger der Partie. Tarik Mazih war auf dem Weg zum gegnerischen Tor, als er vom letzten Mann der Gäste knapp vor dem Strafraum von den Beinen geholt wurde. Jeder erwartete nach dem Pfiff des Schiedsrichters die eigentlich fällige rote Karte für den Adenauer Spielführer, der jedoch zur Überraschung aller trotz Notbremse nur mit gelb bestraft wurde! So ging es mit elf gegen elf weiter und der Tabellenführer konnte sich zunehmend vom Druck befreien. Mit der ersten Torchance ging die SG Hocheifel dann in der 32. Minute im Stile einer Spitzenmannschaft in Führung. Die Bemühungen des SV Remagen, noch vor dem Seitenwechsel den Ausgleich zu erzielen, waren nicht von Erfolg gekrönt. Zur Pause reagierte Spielertrainer Mazih und verstärkte die Offensive durch die „Leihgabe“ der 2. Mannschaft, Jens Werner, der nach über zwei Jahren erstmals wieder in der Kreisliga A zum Einsatz kam. Diese Maßnahme zeigte zunächst jedoch keine Wirkung. Der Tabellenführer kam selbstbewusst aus der Kabine und drängte auf die Vorentscheidung. Diese Bemühungen bekamen jedoch in der 52. Minute einen Dämpfer, als Schiedsrichter Markus Wozlawek einen Akteur nach wiederholtem Foulspiel mit gelb-roter Karte des Platzes verwies. Remagen riss die Partie an sich, erhöhte den Druck und nutzte die nummerische Überlegenheit nach nicht einmal zehn Minuten. Ausgerechnet Jens Werner, der in dieser Phase für mächtig Betrieb auf der rechten Seite sorgte, erzielte den jetzt verdienten Ausgleich. Hiervon beflügelt rollte anschließend ein Angriff nach dem anderen Richtung Adenauer Gehäuse und in der 69. Minute konnte Mazih auf dem Weg zum Tor nur durch ein Foul im Strafraum gestoppt werden. Schiri Wozlawek entschied sofort auf Elfmeter und stellte den Übeltäter mit gelb-roter Karte vom Platz. Sebastian Gottschalk übernahm die Verantwortung, schnappte sich den Ball und verwandelte eiskalt zum umjubelten 2:1.

Jeder im Stadion dachte nun, mit dieser Führung im Rücken und zwei Mann mehr auf dem Feld würde die Mannschaft die Partie in aller Ruhe zu Ende bringen. Allerdings sollte es anders kommen. Anstatt Ball und Gegner laufen zu lassen, versuchten die Spieler viel zu hektisch das dritte Tor zu erzielen und produzierten eine Unmenge an Abspielfehlern. Zwar ergaben sich einige hochkarätige Chancen, die jedoch fahrlässig vergeben bzw. vom sehr starken Torhüter der SG Hocheifel entschärft wurden. Zu allem Überfluss gestattete man aber auch dem dezimierten Gegner noch zweimal die Möglichkeit den Ausgleich zu erzielen und hatte Glück, dass es in diesen Situationen bei der knappen Führung blieb. So zitterte man sich bis zum Schlusspfiff und die Freude über den Sieg fiel in Anbetracht der nervenaufreibenden Schlussphase zunächst sehr gedämpft aus.

Fazit: Durch diesen Sieg konnte die Mannschaft den Abstand auf den Tabellenführer auf vier Punkte verkürzen und hat nach wie vor alle Möglichkeiten, vielleicht doch noch ein Wort beim Aufstieg mitzureden. Dabei darf sie sich allerdings keinen Ausrutscher mehr erlauben und muss insbesondere bei den Auswärtsspielen konsequent punkten.

Es spielten: Dominik Stahl, Mario Müller, Rasouk Daoud, Sebastian Gottschalk, Turgut Levent, Mustafa Apaydin, Chris Braß (46. Jens Werner), Tarik Mazih, Lokman Ünal (80. Seydou Traore), Mehmet Zengin (82. Samuel Mäurer), Milkan Sargin