Old School des SVR siegreich

„Alte Schule“ schlägt FC Pech II

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Nachdem man zu Beginn des Jahres bereits in der Halle eindrucksvoll unter Beweis gestellt hatte, dass Alter nicht vor Leistung schützt, konnte die „Alte Schule“ des SV Remagen nunmehr auch auf dem Feld zeigen, dass mit ihr jederzeit zu rechnen ist. In einem Einlagespiel auf der Sportwoche des FC Pech trat man gegen die dortige Zweitvertretung an. Da einige Stammkräfte urlaubsbedingt nicht zur Verfügung standen, wurde der Kader mit den Altinternationalen Stephan Prangenberg, Nono Lozano, Thomas Schuster und Jungspund Kai Krumscheid aufgefüllt.

Von Beginn an entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung, in der der SVR altersbedingt (im Schnitt standen 38,5 Jahre auf dem Platz) fehlende Dynamik und Schnelligkeit durch Routine und gutes Stellungsspiel ausgleichen konnte. Zwar ging der Gastgeber nach einem Abstimmungsproblem zwischen Libero Yusuf Köse und Aushilfskeeper Kay Rückels mit 1:0 in Führung, jedoch glückte Mitte der ersten Halbzeit in Person von Kopfballungeheuer Norman Tischendorf der schnelle Ausgleich. Er wuchtete eine präzise Flanke seines Sturmkollegen Florian Gottschalk aus kurzer Entfernung in die Maschen des Pecher Gehäuses. Noch vor dem Seitenwechsel dann die verdiente Führung für Remagen. Gottschalk schaltete bei einer unübersichtlichen Situation im gegnerischen Strafraum am schnellsten und drosch die Kugel aus der Drehung humorlos unter die Latte. Kurz darauf erlöste der Schiedsrichter den SVR von den Strapazen der ersten Halbzeit und pfiff zum Pausentee. Nach dem Seitenwechsel ließen Kondition und Konzentration bei warmen Temperaturen merklich nach. Remagen beschränkte sich auf das Verwalten des knappen Vorsprungs. Dies gelang auch bis weit in Hälfte zwei, ehe ein kurzer Tiefschlaf von Torwart Rückels den Gastgebern den glücklichen Ausgleich bescherte. Doch die Antwort der Alten Schule ließ nicht lange auf sich warten. Rechtsaußen Nono Lozano ersprintete einen Steilpass mit allerletztem Einsatz, brachte die Kugel im Fallen von der Grundlinie vors Pecher Tor, wo Kugelblitz Tischendorf den Ball mit einer Körpertäuschung passieren ließ und der am zweiten Pfosten lauernde Gottschalk nur noch einschieben brauchte – schlichtweg eine Weltklassekombination! In den restlichen Minuten gab es gegen einen jetzt alles nach vorne werfenden Gegner noch einige hochkarätige Konterchancen für den SVR, die jedoch allesamt leichtfertig vergeben wurden. Schlussendlich reichte es aber nach neunzig kräftezehrenden Minuten zu einem hochverdienten 3:2-Sieg, der anschließend mit dem ein oder anderen Elektrolytgetränk gebührend gefeiert wurde.