Ergebnis spiegelt die Kräfteverhältnisse nicht wieder

SV Remagen – Spfr. Miesenheim 1:5 (1:2)

Alles gegeben hatten die Spieler des SVR und konnten die Begegnung gegen eines der Top-Teams der Kreisliga A bis zur 82. Minute auch offen halten, ehe sich die Gäste letztendlich zwar verdient, aber um einige Tore zu hoch durchsetzten.

Leider musste Coach Jörg Rohleder seine erfolgreiche Mannschaft der Vorwoche gleich auf drei Positionen ändern. Für Norman Tischendorf, Zakaria Al-Arroudi und Chris Richter kamen Sebastian Schulze, Maxi Schneider und Mehmet Zengin zum Einsatz. Dies machte sich zunächst aber keineswegs negativ bemerkbar, auch wenn dadurch einige Umstellungen erforderlich waren. Der SVR hielt kämpferisch voll dagegen und ließ den favorisierten Gegner in der Anfangsviertelstunde nicht zur Entfaltung kommen. Allerdings zeigte Miesenheim bei der ersten sich bietenden Gelegenheit sofort seine Effektivität und Klasse und ging nach siebzehn gespielten Minuten in Führung.  Nach einer halben Stunde Spielzeit und er zweiten Torchance folgte das 0:2.  Der SVR steckte jedoch nicht auf und versuchte noch vor der Pause den Anschluss herzustellen. Dies gelang in Person von Maxi Schneider dann auch in der 42. Spielminute, als er einfach mal aus 20 m abzog und Glück hatte, dass sein Schuss unhaltbar abgefälscht wurde. Mit diesem knappen Rückstand wurden die Seiten gewechselt.

Auch in der zweiten Halbzeit lieferten die Jungs den Gästen einen aufopferungsvollen Kampf und stemmten sich gegen die drohende Niederlage. Erst in den letzten zehn Minuten schaffte es Miesenheim dann, den Deckel drauf zu machen und für die Entscheidung zu sorgen. Nach dem 3:1 acht Minuten vor dem Ende lockerte Remagen die Defensive, um vielleicht noch einmal zu verkürzen und fing sich dann in der Nachspielzeit leider noch zwei weitere Treffer gegen clever konternde Gegner.

Fazit: Eine nicht überraschende Niederlage gegen einen der Aufstiegsfavoriten, deren Zustandekommen jedoch Mut macht und die – so auch die Aussage des Gegners -sicherlich einige Tore zu hoch ausgefallen ist. Die völlig neu zusammengestellte Remagener Mannschaft hat sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten teuer verkauft, musste in den entscheidenden Situationen aber ihrer Unerfahrenheit Tribut zollen. Jedoch stimmten Einstellung und Moral der Truppe, so dass trotz der „Schlappe“ kein Grund besteht, niedergeschlagen zu sein.

Es spielten: David Schunk, Timo Clemens (83. Jens Birkelbach), Sebastian Schulze, Sebastian Gottschalk, Kai Krumscheid, Marco Toeller, Hakan Akman, Mehmet Zengin, Maxi Schneider (77. Björn Diwo), Florian Lückenbach, Joshua Hillebrand