Heimpleite gegen die SG Ahrtal

SVR – SG Ahrtal 3:5 (0:3)

Nach der deutlichen 0:6- Hinspielniederlage wollte die Mannschaft von Trainer Mazih eigentlich die Kräfteverhältnisse wieder gerade rücken und mit einem deutlichen Sieg für Wiedergutmachung sorgen.

Dieses Unterfangen gelang jedoch nicht wie geplant, wofür es mehrere Ursachen gab. Zunächst verzichtete Mazih in der Aufstellung auf einige Stammkräfte und versuchte mit einer neuen taktischen Ausrichtung zum Erfolg zu kommen. Die Begegnung begann – wie nicht anders zu erwarten – mit einem deutlichen Plus an Ballbesitz und Spielanteilen für Remagen, allerdings blieben echte Torchancen zunächst aus. Ganz anders die Gäste. Mit ihrem ersten Torschuss gingen sie nach etwas mehr als einer Viertelstunde überraschend in Führung. Und keine zehn Minuten später nutzten sie die zweite Gelegenheit eiskalt zum 2:0. Mazih reagierte und stellte von Dreier- wieder auf die gewohnte Viererkette um. Dies führte zwar zu einer besseren Abstimmung im Defensivbereich, hatte jedoch keine Auswirkung auf die nach wie vor schwache Offensivleistung. Lediglich dreimal kam so etwas wie Torgefahr auf, jedoch scheiterte Lokman Ünal in allen Fällen am prächtig reagierenden Gästetorwart. Anstatt des erhofften Anschlusstreffers erhöhte die SG Ahrtal zu allem Überfluss kurz vor der Pause mit dem dritten Torschuss, der auch noch unglücklich abgefälscht wurde, auf 3:0!

Geknickt und niedergeschlagen trotteten die Remagener Spieler in die Kabine, kamen jedoch hochmotiviert wieder zurück. Auf drei Positionen verändert (Mazih, Traore und Zengin ersetzten Braß, Bayyari und Apaydin) begann ein Sturmlauf Richtung Gästetor. Die erste hochkarätige Chance vergab Traore bereits kurz nach Wiederbeginn, ehe Mehmet Zengin in der 54. Minute zum 1:3 verkürzte. Auch die strittige gelb-rote Karte gegen Sebastian Gottschalk nach knapp einer Stunde änderte nichts am Spielverlauf. In Unterzahl rollte weiterhin ein Angriff nach dem anderen Richtung Ahrtaler Keeper, der zusehends in den Mittelpunkt des Geschehens rückte. Nach einigen Glanzparaden musste er sich jedoch in der 68. Minute geschlagen geben, als Jens Werner das 2:3 gelang. Und in der 75. Minute fiel durch Lokman Ünal der mittlerweile hochverdiente Ausgleich. Aus 18 m zirkelte er den Ball mit seinem schwächeren linken Fuß unhaltbar in den Winkel. Remagen wollte sich allerdings auch mit dem Punkt nicht zufrieden geben und spielte weiter nach vorne. Der Führungstreffer für den SVR lag quasi in der Luft, als Ahrtal – bis dahin in der zweiten Halbzeit kaum einmal über die Mittellinie gekommen – ein kurzfristiges Durcheinander in Remagens Abwehr nutzte und plötzlich wieder in Front lag. Remagen ließ sich auch davon nicht unterkriegen und versuchte den abermaligen Ausgleich postwendend zu erzielen. Allerdings fehlte in den Schlussminuten das nötige Quäntchen Glück beim Abschluss und stattdessen erzielte Ahrtal gegen die entblößte SVR-Abwehr mit dem Abpfiff den 5:3-Endstand.

Fazit: Mit der Ein- und Aufstellung der zweiten Halbzeit hätte es in dieser Begegnung sicherlich nur einen Sieger gegeben und zwar den SVR. So musste sich die Mannschaft aber trotz aufopferungsvollem Kampf und zwischenzeitlichem Remis letztendlich einem Gegner geschlagen geben, der die schwache erste Remagener Halbzeit gnadenlos ausnutzte und dank eine überragenden Schlussmanns den Sieg über die Zeit rettete.

Es spielten: Dominik Stahl, Sebastian Gottschalk, Mario Müller, Jasser Bayyari (46. Mehmet Zengin), Milkan Sargin, Mustafa Apaydin (46. Seydou Traore), Jens Werner, Turgut Levent, Wissam Zeineddine, Chris Braß (46. Tarik Mazih), Lokman Ünal