2:1-Zittersieg in Mayen

Turan Levent trifft zum ersten Mal bei den Senioren

Rechtzeitig vor dem anstehenden Derby gegen den Ortsrivalen SV Kripp kommt die 1. Mannschaft immer besser in Tritt und holte mit dem Erfolg in Mayen nunmehr sieben Punkte aus den letzten drei Spielen. Der Erfolg stand jedoch in den letzten zwanzig Minuten auf des Messers Schneide – unverständlich und völlig unnötig angesichts einer vorher sehr souveränen Vorstellung.

Erstmals in dieser Spielzeit konnte das Trainergespann Mazih/Toeller eine Begegnung mit der gleichen Aufstellung beginnen wie in der Vorwoche. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase übernahm die Mannschaft nach und nach die Spielkontrolle und sorgte mit schnellem Spiel in die Spitze immer wieder für Gefahr. Knapp zwanzig Minuten waren gespielt, als Mannschaftskapitän Jens Werner mit einem dieser Zuspiele alleine auf den gegnerischen Torwart zulief und vom letzten Mann der Gastgeber 25 m vor dem Tor in höchster Not festgehalten wurde. Der Schiedsrichter pfiff, zeigte jedoch zur Verblüffung aller nur die gelbe statt der fälligen roten Karte. Der nachfolgende Freistoß brachte nichts ein, aber fünf Minuten später war es soweit. Dieses Mal war der A-JugendlicheTuran Levent Adressat des Anspiels. Er schüttelte seinen Gegenspieler erfolgreich ab und überwand im Eins-gegen-Eins den gegnerischen Keeper. Der SVR setzte sofort nach und erhöhte zwei Minuten später auf 2:0. Auch hier wurde die Mayener Viererkette mit einem Pass in die Spitze ausgehebelt und Jens Werner verwandelte eiskalt. Mit dieser Führung im Rücken ließ Remagen bis zum Halbzeitpfiff Ball und Gegner laufen und hatte durchaus Möglichkeiten, das dritte Tor zu erzielen. So klatschte bspw. ein Schuss von Allesandro Langone gegen die Latte und zwei Abschlüsse von Mehmet Zengin verfehlten ihr Ziel nur um Zentimeter.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild und die Gastgeber gestalteten die Partie ausgeglichener. Remagen verwaltete nur noch den vermeintlich beruhigenden Vorsprung, anstatt weiterhin seine spielerische und technische Überlegenheit in die Waagschale zu werfen. Leider ließ auch die Konzentration etwas nach, so dass es durch Nachlässigkeiten und fehlende Konsequenz im Zweikampfverhalten zu Ballverlusten und der ein oder anderen brenzligen Situation im eigenen Strafraum kam. Als nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit dann jedoch ein Mayener Spieler das Feld mit der gelb-roten Karte verlassen musste, dachten viele der Anwesenden, dass der Elan der Gastgeber wieder erlahmen würde und der Remagener Sieg in trockenen Tüchern sei. Aber weit gefehlt. Hektik und Unruhe machten sich auf dem Spielfeld breit und nichts war von der nummerischen Überzahl zu sehen. Mit zehn Akteuren sorgte Mayen zunehmend für Gefahr. Nach mehreren hochkarätigen Gelegenheiten war es in der 80. Minute soweit und der Anschluss war geschafft. In den verbleibenden Minuten war Hochspannung angesagt. Ein hoher Ball nach dem anderen flog in den Remagener Strafraum und fast wäre in Person des aufgerückten Mayener Torwarts (!), der glücklicherweise aus fünf Metern den Ball nicht im Tor unterbrachte, der Ausgleich geglückt. Kurz darauf war es dann aber geschafft und der wichtige Auswärtssieg unter Dach und Fach.

Fazit: Direkt nach Abpfiff der Begegnung konnte sich zunächst keiner der Remagener Akteure so richtig über den Sieg freuen. Zu sehr ärgerte man sich darüber, dass man ein Spiel, dass man komplett unter Kontrolle hatte, in den letzten zwanzig Minuten fast noch aus der Hand gegeben hätte. Aber letztendlich zählt in der jetzigen Situation nur der Erfolg, durch den man sich etwas Luft in der Tabelle verschaffen und den leichten Aufwärtstrend der vergangenen Wochen fortsetzen konnte.

Es spielten: Dominik Stahl, Nils Meyer (70. Turgut Levent), Milkan Sargin, Sebastian Gottschalk, Alex Huhmann, Mustafa Apaydin, Tarik Mazih, Mehmet Zengin, Allesandro Langone, Turan Levent (78. Hakan Akman), Jens Werner (58. Marco Toeller)