1. Mannschaft überrascht in Löf

SG Löf – SV Remagen 1:3 (0:0)

Nach den Turbulenzen und Ergebnissen der letzten Wochen hätten selbst die kühnsten Optimisten nicht mit einem Erfolgserlebnis der 1. Mannschaft gerechnet. Umso größer war die Freude bei Spielern, Trainer und Verantwortlichen, dass es endlich mal wieder einen Grund zum Feiern gab und die Mannschaft tatsächlich mit einem Dreier von der Mosel zurückkehren konnte.

Die Partie gegen die ersatzgeschwächten Gastgeber begann sehr verhalten, man merkte beiden Teams die Verunsicherung und fehlende Abstimmung an. Remagen versuchte sich mit viel Ballbesitz und längeren Passfolgen Sicherheit zu verschaffen um dann mit langen Bällen in die Spitze punktuell für Gefahr zu sorgen. Diese gerieten jedoch in der Regel zu ungenau, so dass Torchancen Mangelware blieben. Lediglich einen einzigen gefährlichen Torabschluss hatte der SVR in Halbzeit eins zu verzeichnen, allerdings verfehlte Norman Tischendorf das gegnerische Gehäuse knapp (22. Minute). Auch die Gastgeber scheuten über weite Strecken der ersten Halbzeit das Risiko und kamen erst nach gut einer halben Stunde das ein oder andere Mal vor das Remagener Tor, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden. Eine Reihe von Eckbällen und langen Einwürfen sorgte dann zwischen der 35. und 40. Minute für Unruhe im Remagener Strafraum, allerdings blieb diese „Drangphase“ ohne Folgen. So ging es mit einem leistungsgerechten Unentschieden in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel kam Löf etwas mutiger aus der Kabine und versuchte früher zu stören. Und um ein Haar wären die Bemühungen auch erfolgreich gewesen, denn in der 48. Minute rettete in einer unübersichtlichen Situation der Pfosten für den bereits geschlagenen Micki Bey.  Dies sollte jedoch für lange Zeit die einzig brenzlige Situation im Remagener Strafraum bleiben. Die Defensive um Sebastian Gottschalk stand sicher und mit zunehmender Spieldauer wurde auch das Spiel nach vorne etwas zielgerichteter.  Nach knapp einer Stunde dann glückte dann tatsächlich der Führungstreffer.  Chris Richter erkämpfte sich weit in der gegnerischen Hälfte den Ball, passte quer zu Norman Tischendorf, der mit all seiner Routine die Kugel von der Strafraumgrenze unhaltbar in die Maschen des Löfer Tores drosch. Diese Führung gab der nicht gerade vor Selbstbewusstsein strotzenden Mannschaft  Sicherheit und sie setzte erfolgreich nach. Keine fünf Minuten später folgte das 2:0. Der gegnerische Torwart half dabei kräftig mit, da er einen von Florian Lückenbach zwar scharf geschossenen, aber letztlich ungefährlichen Freistoß nicht festhalten konnte und der aufgerückte Sebastian Gottschalk reaktionsschnell den Abpraller per Kopf über die Linie bugsierte.  Die Gastgeber versuchten in der Folgezeit, irgendwie den Anschlusstreffer zu erzielen, waren jedoch spielerisch zu schwach, um unsere Mannschaft in Verlegenheit zu bringen. Stattdessen machte Remagen in der der 72. Minute endgültig den „Deckel“ auf die Begegnung. Hakan Akman war es vorbehalten, nach einem Konter auf 3:0 zu erhöhen. In den letzten Minuten der Partie verteidigte Remagen die Führung recht geschickt, musste allerdings kurz vor dem Abpfiff noch den Ehrentreffer der Gastgeber hinnehmen, was der Freude jedoch keinen Abbruch tat.

Fazit:  Ein überraschender Erfolg, den sich das Team dank einer konzentrierten und geschlossenen Mannschaftsleistung redlich verdient hat. Für Euphorie besteht jedoch  überhaupt kein Anlass, kann doch jeder den Sieg einordnen und alle wissen, welch beschwerlicher und schwieriger Weg vor der Mannschaft liegt. Aber nach den permanenten Nackenschlägen der vergangenen Wochen dürfen sich alle Beteiligten auch mal richtig freuen, ehe wieder Training und Arbeit angesagt sind.

Es spielten: David Schunk (38. Micki Bey), Timo Clemens, Kai Krumscheid, Sebastian Gottschalk, Joshua Hillebrand, Christian Richter (80. Björn Diwo), Zakaria Al Arroudi,  Hakan Akman,  Florian Lückenbach, Marco Toeller, Norman Tischendorf (82. Maxi Schneider)